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Kultur­quar­tier in Münster

Über dieses Projekt

Mit dem Kultur­quar­tier Münster entstand ein beson­deres Objekt der FH Finn­holz: Zum einen wird dieses Baupro­jekt größ­ten­teils durch Crowd­fun­ding ermög­licht, zum anderen wurde die gesamte Gebäu­de­kon­struk­tion in Holz­rah­men­bau­weise im Werk vorge­fer­tigt und inner­halb kürzester Zeit montiert. Ein opti­sches High­light ist das erste Quar­tier­ge­bäude nicht nur wegen den zahl­rei­chen bunten Tür- und Fens­ter­ele­menten und der verschie­den­ar­tigen Fassa­den­ge­stal­tung, sondern primär durch die geschwun­gene Optik.

Die Gebäu­de­kon­struk­tion, die einen S-förmigen Baukörper ohne jegli­chen 90° Winkel entstehen lässt, besteht komplett aus Bauteilen in Holz­rah­men­bau­weise. Durch die verwin­kelte Gebäu­de­geo­me­trie entstehen in den Dach­flä­chen des Pult­dachs mit geringer Neigung Grat- und Kehl­li­nien. Die Dach­kon­struk­tion aus Holz­rah­men­bau­ele­menten mit Sparren aus Finn­joist Trägern hat einen wesent­li­chen Vorteil: Der 36 cm hohe FJI Träger im Dach wird nach außen durch die Verwen­dung von KVH Sparren auf 14 cm verjüngt, um einen umlau­fend 0,8 m auskra­genden Dach­über­stand­be­reich mit schmaler Kontur zu ermög­li­chen. Eben­falls perfekt ergänzen sich der Finn­joist Träger und der Dämm­stoff Zellu­lose. Die Einblas­däm­mung aus 5 t Zellu­lose, die eben­falls im Werk der FH Finn­holz erfolgte, passt sich genau an die Konturen der FJI Träger und der Grat- und Kehl­schmiegen an und ermög­licht so eine lücken­lose Dämmung.

Die Bauherren des Kultur­quar­tiers entschieden sich aufgrund der Nach­hal­tig­keits­prin­zi­pien des Unter­neh­mens für Holz als nach­wach­senden, CO2-neutralen Baustoff und dieser domi­niert im gesamten Kultur­quar­tier. Aufgrund der Leis­tungs­fä­hig­keit des Baustoffs Holz und der Verar­bei­tungs­ge­nau­ig­keit im Werk wurden Boden-, Dach- und Wand­ele­mente des Gebäudes in bewährter Holz­rah­men­bau­weise produ­ziert. Für die Innen­seite von Wand und Decke wurden sichtbar blei­bende Fich­ten­sperr­holz­platten verwendet.

Im Vergleich zum Stahlbau fallen bei der Holz­bau­weise die stati­sche und die dämmende Ebene zusammen, so wird die Nutz­fläche größer und die Flexi­bi­lität der Raum­nut­zung steigt. Für das Gebäude mit den Maßen 6,80 x 39,10 m wurden knapp 200 qm Außen­wand­ele­mente, 70 qm Innen­wände und 325 qm Dach­ele­mente mit Trägern aus FJI verbaut. Für den Fußboden kamen 245 qm Boden­ele­mente zum Einsatz, sodass auf eine Beton­sohle verzichtet und im Anschluss an die Funda­men­tie­rung direkt mit dem Holzbau begonnen werden konnte.

Die Bauteile wurden wetter­un­ab­hängig im Werk vorge­fer­tigt und inklu­sive aller benö­tigten Verbin­dungs­mittel zur Baustelle gelie­fert. Für die Errich­tung des gesamten Objekts wurden 30 Tage benö­tigt, davon 21 Tage Vorfer­ti­gung im Werk und 9 Tage bei bausei­tiger Montage vor Ort. In der Holz­rah­men­bau­pro­duk­tion der FH Finn­holz wurden die einzelnen Elemente mit einer maxi­malen Element­größe von 3,00 x 12,00 m herge­stellt und per Tief­lader (insge­samt 10 LKW mit Dach- und Boden­ele­menten) zur Baustelle in Münster trans­por­tiert. Die Wand­ele­mente wurden auf spezi­ellen, firmen­ei­genen Wand­trans­port­ge­stellen zur Baustelle gefahren. Seitens der Bauherr­schaft wurde die Element­lie­fe­rung in kurzen Liefer­ab­ständen gefor­dert, um gewähr­leisten zu können, dass die bereits aufge­stellten Elemente durch die vorge­fer­tigten Dach­ele­mente geschützt werden.

Um die viel­fäl­tigen Nutzungs­zwecke des Kultur­quar­tiers zu gewähr­leisten, waren Aspekte wie Brand- und Schall­schutz ausge­spro­chen wichtig. Das Gebäude mit den Brand­schutz­an­for­de­rungen F 30 (feuer­hem­mend) beinhaltet insge­samt vier brand­schutz­tech­ni­sche Einheiten: Den Veran­stal­tungs­be­reich, den Bewe­gungs­raum, Werk­stätten-und Unter­richts­räume und ein Büro. Die giebel­seitig, zum zukünftig zweiten Quar­tier­ge­bäude entste­hende Wand, wurde als F 90 Brand­schutz­wand ausge­bildet.

Die Boden­ele­mente im raum­über­grei­fenden Bereich zwischen dem Musik- und angren­zendem Raum wurden aus schall­schutz­tech­ni­schen Gründen entkop­pelt, was die Schall­über­tra­gung über die Boden­ele­mente verhin­dert. Eine zwei­scha­lige Wand­aus­füh­rung nach DIN 4109 gewähr­leistet die Schall­ent­kopp­lung der Wand­ele­mente durch einen bewährten Holz­rah­men­aufbau mit raum­seitig zwei­la­giger Gips­fa­ser­be­plan­kung, Dämmung aus Stein­wolle und abschlie­ßender, einla­giger Gips­fa­ser­be­plan­kung. Die Wände wurden durch einen 4,00 cm Hohl­raum getrennt, der eben­falls mit Stein­wolle gedämmt wurde.

Auf der Suche nach einem zuver­läs­sigen Liefe­ranten für Kerto Holz­träger haben wir zu FH Finn­holz gefunden. Ab dem 1. Treffen wurden unsere Wünsche hin zu einem ökolo­gi­schen und unver­wech­sel­baren Holzbau mit einem hohen Anteil an Eigen­leis­tung sofort verstanden. Durch die hohen Anfor­de­rungen hinsicht­lich der archi­tek­to­ni­schen und akus­ti­schen Ausfüh­rung galt es immer wieder schwie­rige Situa­tionen zu meis­tern. Über die gesamte Planung und Umset­zung wurden wir dabei sehr gut begleitet. Wir freuen uns schon, wenn das nächste Bauvor­haben ansteht und wir dann wieder auf FH Finn­holz als verläss­li­chen Partner bauen können.“

Rainer K.

Geschäfts­führer

Details

Hallentyp: Pult­dach­halle

Maße: 6,80 x 39,10 m

Dach­nei­gung :

Bauort: 48157 Münster

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